Die Tagespolitik hat nun auch die Rohölpreise eingeholt. War der Konflikt im Nahen Osten ohne größere Probleme am Markt vorübergegangen, wirken sich nun die Kämpfe in Libyen auf die Märkte aus. Der Oppositionsgeneral Haftar, der sich momentan zur Friedenskonferenz in Berlin befindet, hat kurzerhand das Ölfeld „Sharara“ abschalten lassen. Nun fehlten dem Markt 800 000 Barrel am Tag. Hinzu kommt, dass es im Irak zu einem Streik der Sicherheitskräfte kam. Auch hier ist die Ölförderung betroffen, was zu einem Ausfall von 100 000 Liter am Tag führt.

Trotz dieser Meldungen fällt der Anstieg verhältnismäßig gering aus, denn die Konjunktur Meldungen waren bearish. Die Ölbohranlagen sind in der letzten Woche um 14 angestiegen. Außerdem ist die Industrieproduktion im letzten Monat um 0,3 Prozent gesunken und der Konjunkturerwartungsindex der Universität Michigan betrug nur 88,3 Punkte.

Der Euro ging ein wenig zurück und kostet aktuell 1,11 Dollar.

Die Verbraucher in München bezahlen für 100 Liter Heizöl schwefelarm 64,34 Euro, bei einem Einkauf von 3000 Liter.