Nach dem erdrutschartigen Rückgang vom Montag setzten die Kurse gestern zur Erholung an. Tatsächlich konnte ein kleiner Teil des Verlusts ausgeglichen werden. Das reicht natürlich nicht für eine Entspannung, zumal das Marktumfeld nach wie vor bearish ist.

Zunächst ist die Bedrohung durch das Coronavirus ernst und wird die gesamte Weltwirtschaft beeinflussen. Die angekündigten Hilfspakete können die Auswirkungen zwar lindern, vollständig aufheben können sie sie nicht. Hinzu kommt die Überversorgung am Ölmarkt. Nicht nur geht durch die verringerten Reiseaktivitäten die Nachfrage deutlich zurück, Saudi-Arabien will ab April die Ölproduktion auf 12,3 Millionen Barrel anheben.

Eine Entspannung könnte es zwischen Saudi-Arabien und Russland geben. Am Freitag kam es in Wien bekanntlich zu keiner Einigung, da sich Russland dagegen sperrte. Momentan sieht es so aus, als würde der russische Energieminister zu weiteren Gesprächen bereit sein.

Der Verbraucher in München zahlt für 100 Liter Heizöl schwefelarm 62,02 €, bei einem Einkauf von 3000 Liter.