Am Freitag wollten viele Anleger ihre Gewinne mitnehmen, was zu fallenden Kursen führte. Heute setzt sich der Anstieg fort, der nicht mit Gewinnmitnahmen beim Öl zu erklären ist. Ein Grund könnte die Meldung sein, dass Libyen die Produktion in zwei wichtigen Ölfeldern wieder aufnehmen will, was für den Markt rund 370000 Barrel pro Tag mehr Rohöl bedeutet.

Von einer Trendwende kann aber noch keine Rede sein. An der grundsätzlichen Situation hat sich nichts geändert. Die OPEC+-Staaten halten an ihren Förderkürzungen fest und auch Russland produziert immer weniger. Der Streit zwischen der Türkei und dem Irak um die kurdischen Öllieferungen dauert an.

Gleichzeitig bleibt die Ölnachfrage hoch. Der Flugverkehr hat sich normalisiert, Asien benötigt weiterhin viel Öl und eine Rezession in den USA scheint kein Thema mehr zu sein.

Der Euro notiert derzeit bei 1,1230 Dollar.

Der Verbraucher in München zahlt für 100 Liter Heizöl schwefelarm bei einer Abnahme von 3000 Litern 92,64 €.